Die Gründung
Neudorf wurde als eines der vier Grafendörfer zusammen mit Göhren, Geisloheund Osterdorf um das Jahr 1240 bis 1245 von Reichserbmarschall Heinrich V.von Pappenheim gegründet.Die Ortsanlage
Die Anlage Neudorfs übertrug der Marschall einem Rodungsmeister. Grundprinzip der Anlage war das Straßenangerdorf mit einer für die Dreifelderwirtschaft geeigneten Flur. Vom Marschall vorgeschrieben war eine Anzahl von 25 Bauernhöfen, die man Lehen nannte. Zuerst wurde festgelegt wo sich der Anger befindet. Auf seiner Osteseite sollten 12 und auf der Westseite 13 Lehen Platz finden.Die Entwicklung Neudorfs nach dem Gründungsjahrhundert
Die Jahrhunderte nach der Gründung brachten für Neudorf bedeutende Veränderungen mit sich. Waren es bei der Gründung nur 25 Anwesen, so verdoppelte sich die Zahl bis 1715 und kam bis 1832 auf 74 Hausnummern.Die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges
Der Dreißigjährige Krieg zog Neudorf erst 14 Jahre nach seinem Beginn in Mitleidenschaft. Dafür jedoch äußerst verheerend. Gab es 1632 in Neudorf noch 42 Familien so waren es 1633 nur noch 5. Nach etwa 50 Jahren war jedoch die frühere Bevölkerungszahl wieder erreicht. Dabei hatten sich nur drei Glaubensflüchtlinge aus Oberösterreich in Neudorf niedergelassen.Neuere Entwicklung
Die größte Änderung der landwirtschaflichen Betriebsführung brachte die Bebauung des Brachfeldes mit Futterplfanzen und Kartoffeln mit sich. Die Folge war eine Vergrößerung des Viehbestandes. Einen weiteren unschätzbaren Fortschritt brachte die GRündung der "Pappenheimer Wasserversorgungsgruppe links der Altmühl" im Jahre 1909. Zwei Jahre später floss erstmals Wasser aus den neu errichteten Leitungen nachdem es aus dem Altmühlthal bei Pappenheim über 150m hinaufgepumpt worden war. Die Überwindung der verbesserten Dreifelderwirtwschaft gelang durch die Durchführung der Flurbereinigung in den Jahren 1958 bis 1966 zusammen mit Göhren und Geislohe. Entnommen aus der Festschrift zum 100 Jährigen JubiläumText: Dr. Friedrich Eigler